Grüne Direktkandidaten zum Thema A20

Offene Debatte über die Zukunft der A20 dringend benötigt

Wir Grüne sind irritiert über die Aussagen vom Direktkandidaten der CDU im Wahlkreis Mittelholstein (Steinburg-West), Dr. Otto Carstens.

Dazu sagt der Kandidat für Mittelholstein und Kreisvorsitzende der Grünen Steinburg, Malte Krüger:
„Schleswig-Holstein und Steinburg rücken nicht ins Herz der Energiewende, sie sind es bereits. Das liegt nicht daran, dass irgendwann und irgendwie eine Autobahn gebaut wird, sondern weil wir Grüne uns seit Jahrzehnten für den Ausbau von Erneuerbaren Energien einsetzen. Die Förderung des Auto- und Kraftverkehrs sorgt mitnichten für eine Standortverbesserung Steinburgs und ist vielmehr ein Rückschlag bezüglich der Bekämpfung des Klimawandels. Die CDU betreibt hier Greenwashing. Es ist wieder einmal zu erkennen, dass der CDU ihr politischer Kompass verloren gegangen ist. Seit Jahren verlangsamt die CDU die Energiewende und sorgte zum Beispiel in Sachen Atomkraft für Verunsicherung. Nun verschläft die CDU die Verkehrswende.

Auch, dass Artenschutz grundsätzlich eine untergeordnete Rolle gegenüber den Bedürfnissen der Menschen spiele, zeugt von einer Ignoranz gegenüber wissenschaftlichen Fakten und ist außerdem ein Schlag ins Gesicht der kommenden Generation, die auf ein funktionierendes Ökosystem angewiesen ist. Der CDU sollte bekannt sein, dass ein stabiles Ökosystem unser aller Interesse sein sollte und Grundvoraussetzung für eine hohe Lebensqualität ist.

Für uns ist klar, dass der Güterverkehr künftig auf die Schiene verlagert werden muss. Dies ergibt ökologisch und wirtschaftlich gleichermaßen Sinn und muss eine stärkere Priorität in Schleswig-Holstein und Deutschland bekommen.“

Darüber hinaus führt Anja Halbritter, Grüne Direktkandidatin für den Wahlkreis Steinburg-Ost, ergänzend fort:
„Die unverhältnismäßig hohen Kosten der A20, welche aller Wahrscheinlichkeit nach die vom Bund geschätzten 3,7 Mrd. Euro Baukosten um ein Vielfaches übersteigen werden, könnten sinnvoller und nachhaltiger verwendet werden. Dieses Geld müsste viel mehr in zukunftsfähigere Infrastrukturen (z.B. Ausbau des Schienennetzes, wie etwa der „Marschbahn“) investiert werden.  Aus verkehrsplanerischer Sicht zweifeln wir daher den Sinn der A20 an. Nach Süden hätte beispielsweise die insolvent gegangene „Elbferry“ (Fähre von Brunsbüttel nach Cuxhaven) die gute Autobahnanbindung ins Ruhrgebiet/nach Süddeutschland problemlos herstellen können.

 

Warum ein solches Projekt sich eigenwirtschaftlich tragen muss und eine Autobahn nicht, ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar. Auch die Elbfähre Glückstadt könnte mit mehr Planungssicherheit eine nachhaltige Querung der Elbe darstellen.

Insgesamt müssen Verkehrsprojekte mit einer großen Dimension, wie die A20, regelmäßig in der Öffentlichkeit diskutiert werden, ob sie überhaupt noch zeitgemäß sind und unseren gesellschaftlichen Herausforderungen und Ansprüchen gerecht werden. Für uns Grüne ist klar, dass das nicht der Fall ist und andere Schwerpunkte wichtiger sind.“



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