Wo bleibt das Atomkraftwerk?

Endlagern - Lagern - Verwerten

Informations-  und Diskussionsveranstaltung

12. November 2015. 19:00 Uhr

Studio Theater Itzehoe,    Theaterplatz

mit

Ruth Kastner,Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen

 

Begrüßung

Bernd Voß,MdL (Bündnis 90/Die Grünen) Steinburg/Dithmarschen

Was bedeutet der Rückbau für das Land?

Dr. Jan Backmann,Atomaufsicht Schleswig-Holstein

AKW-Rückbau in Schleswig-Holstein.

Wie soll er ablaufen?

Dipl.Phys. Wolfgang Neumann,intac GmbH Hannover

Freigabe, Lagerung und Weiterverwertung

von Materialien aus dem AKW-Rückbau.

Wo sind die kritischen Punkte?

 

Schlusswort   Peter Mohrfeldt (GRÜNE Dithmarschen)

               Inken Carstensen-Herold (GRÜNE Steinburg)

 Veranstalter:

 

Bündnis 90/Die Grünen, Landtagsfraktion;

Zukunftswerkstatt der GRÜNEN Schleswig-Holstein;

GRÜNE Kreisverband Steinburg; GRÜNE Kreisverband Dithmarschen

 Nachdem der AKW-Betreiber Vattenfall den Antrag auf Stilllegung und Abbau des Atomkraftwerks Brunsbüttel gestellt hat, fand  Anfang Juli 2015 in Brunsbüttel ein Erörterungstermin statt.

Die Sorge der Einwenderinnen und Einwender richtete sich dabei insbesondere auf mögliche radiologische Auswirkungen auf die Gesundheit durch die beim Rückbau anfallenden Abfälle und Reststoffe. Eingewendet wurde, dass die Grenzwerte beim Rückbau auf keinen Fall höher sein dürften als bei einem AKW im Betrieb. Nach derzeitigen Erkenntnissen sollen 97% des beim Rückbau anfallenden Materials wieder verwendet werden oder frei gemessen außerhalb von Atommüllanlagen deponiert werden. Hier muss sichergestellt werden, dass bei der Weiterverwertung die Verarbeitungskette nachvollziehbar ist und das Material ausschließlich in unkritischen Bereichen eingesetzt  wird.

Über den Antrag der Stilllegung will das zuständige Energiewendeministerium bis 2017 entscheiden.

Zu dem Thema informieren und diskutieren:

Ruth Kastner, seit den 1980-er Jahren als Redakteurin tätig und seit 2012 Landesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen Schleswig-Holstein.

Bernd Voß,seit den 1970-er Jahren in der Anti-AKW-Bewegung, Gründungsmitglied der Grünen im Kreis Steinburg und seit2009 Landtagsabgeordneter für die Region Dithmarschen/Steinburg.

Dr. Jan Backmann, seit Juni 2014 ist der Jurist Leiter der Abteilung für Reaktorsicherheit und Strahlenschutz im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein.

Dipl.Phys. Wolfgang Neumann, Geschäftsführer der intac GmbH aus Hannover, die als unabhängige Gesellschaft seit Ende der 80-er Jahre Beratungen und Dienstleitungen besonders in den Bereichen Abfallwirtschaft, Altlastenproblematik, Gewässerschutz sowie Bewertung der Nutzung der Atomenergie durchführt.

Kontakt:

Bernd Voß, Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Schleswig-Holstein

Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel  –  bernd.voss@remove-this.gruene.ltsh.de   –  www.sh.gruene-fraktion.de  

Regionalbüro Steinburg/Dithmarschen

c/o Dr. Jürgen Ruge, Am Steindamm 1, 25554 Wilster  –  regionalbuero-b.voss@remove-this.gmx.net

 

 

 

 

GRÜNE besichtigen Flüchtlings-Camp in Itzehoe

 

Inken Carstensen-Herold und Bernd Voß vor dem CLC-Gelände

Der Leiter der Itzehoer Camps auf dem CLC (ehem. Prinovis) Gelände in Itzehoe Lars Bessel von den Johannitern erläuterte MdL Bernd Voß, der stellvert. Vorsitzenden der Kreistagsfraktion Inken Carstensen-Herold und dem Itzehoer Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Zander die aktuelle Lage im Camp.

Bei einem Rundgang  gewannen  die Grünen Vertreter den Eindruck, dass die Prinovis-Gebäude für die Unterbringung und Versorgung der geflüchteten Menschen  nicht die schlechteste Alternative sind. Drei ehemalige Maschinenhallen sind von der Bundeswehr  zu Schlafsälen hergerichtet. Durch Gitter und Planen sind einzelne Kabinen entstanden, die unter den gegebenen Umständen ein Mindestmaß an Intimität gestatten. Allein die Größe der Gebäude beugt einem Gefühl von Beengtheit vor. Auch die große Kantine, in der jetzt auch direkt vor Ort gekocht wird, trägt dazu bei.

Es sind uns sehr viele Kinder aufgefallen, für die eigens in einer getrennten Halle ein eigener Spielbereich eingerichtet wurde.

Die Stimmung ist lt. Lars Bessel gut. Es gab noch keine nennenswerten Zwischenfälle.

Die nächste große Herausforderung wird sich mit zunehmender Belegung stellen. Von derzeit ca. 900 Personen soll die Anzahl auf ca. 2.000 steigen. Da aufgrund der Dringlichkeit in der vorletzten Woche nur die gerade verfügbaren Einzelbetten aufgestellt wurden, müssen diesen nun alle gegen Doppelstock-Betten ausgetauscht werden. Aber auch damit wird die Kapazität nicht ausreichen und deshalb werden auf dem Parkplatz noch zusätzlich Container aufgestellt werden.

In einer Bürgerversammlung am 13.10.15, 19 Uhr im Itzehoer Theater werden die Staatssekretärin Sölle-Winkler, Bürgermeister Dr. Koeppen  und der Camp-Leiter Lars Bessel ausführlich über die nächsten geplanten Schritte berichten.

Neujahrsempfang der Steinburger Grünen vor vollem Haus

Zum diesjährigen Neujahrsempfang des Kreisverbandes Steinburg von Bündnis 90 / Die Grünen konnte die Sprecherin des Kreisvorstandes Christine von Bargen zahlreiche Mitglieder, Freunde und Gäste im Grünen Treff in der Itzehoer Reichenstr. begrüßen. Unter den Gästen wurden u.a. vom Kreis Landrat Torsten Wendt und der Stellvertretende  Kreispräsident  Volker Susemihl gesichtet. Von der Stadt Itzehoe hatten Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen und Bürgervorsteher Heinz Köhnke den Weg in die Reichenstr. unweit ihrer Amtsbüros gefunden. Die Landesgrünen waren durch ihren Vorstandssprecher Peter Stoltenberg vertreten.

Im Anschluss an die Begrüßung überreichte Christine von Bargen Vertreterinnen des Itzehoer Frauenhauses eine Spende über 360,00 Euro. Die Spenden waren im gesamten letzten Jahr auf  diversen Veranstaltungen gesammelt worden.

Die Spenden dieses Jahres sind für Unterstützung  von Flüchtlingen vorgesehen.

Danach wandte  sich der aus Steinburg stammende grüne Landtagsabgeordnete Bernd Voß an die Anwesenden. In seiner Rede spannte er einen kurzweiligen Bogen von allgemein politischen Themen hin zu den aktuellen der Region. So verwies er z.B. auf das am 16. Januar 2015 in letzter Instanz ergangene Urteil des Bundesverwaltungsgericht, nach dem  der 2003 erteilte Genehmigungsbescheid für das Zwischenlager Brunsbüttel rechtswidrig ist. Er sprach seine Anerkennung Anke Dreckmann aus, die mit einem langen Atem und hohem finanziellen Risiko ihrer Klage letztendlich den Erfolg brachte.

Voß machte weiterhin deutlich wie enorm wichtig ehrenamtliches Engagement für das gesellschaftliche Zusammenleben nicht nur im Kreis Steinburg ist. Das breite Spektrum ehrenamtlicher Tätigkeit kann beginnend bei Feuerwehr oder Katastrophenschutz bis zu  Hilfe für Flüchtlinge, die aktuelle in den Kreis kommen, kaum umfassend beschrieben werden.

Der Vergleich zum Libanon macht drastisch deutlich: wenn Deutschland hochgerechnet auf seine Einwohnerzahl so viele Flüchtlinge wie das kleine Land aufnehmen würde, würde das einem unvorstellbaren Zustrom von 20 – 30 Million Menschen entsprechen.

Abschließend merkte er selbstkritisch an, dass im Bereich der Infrastruktur in den vergangenen Jahrzehnten alle Regierungen in Schleswig-Holstein auch die mit grüner Beteiligung,  zu wenig investiert hätten und es nun gilt, die riesigen Probleme anzugehen.

Danach ging der Empfang in zahlreiche anregende Gesprächsrunden auf.

 

 

Kreismitgliederversammlung

Auf der Kreismitgliederversammlung des Kreisverbandes standen neben Neuwahlen des Kreisvorstandes der Rückblick auf das vergangene Jahr sowie die Schwerpunkte der politischen Arbeit im Jahr 2015 im Mittelpunkt.

Bei der Wahl zum Kreisvorstand wurden alle bisherigen Mitglieder einstimmig wiedergewählt. Ergänzt wurde der Vorstand um Christine Berg aus Glückstadt.

Der neue Kreisvorstand v.l. Dieter Hirsch, Christine von Bargen, Uwe Mertens, Silke Dibbern-Voß, Christine Berg, o. Bild, Eva Gruitrooy

Bild: Ludger Hinz

Beim Rückblick auf  das Jahr  2014  berichteten die Vorstandsmitglieder  Christine von Bargen (Sprecherin) und Uwe Mertens (Sprecher) über die politischen Schwerpunkte und Aktivitäten des Kreisverbandes

Dazu gehörten u.a.:

Der Europawahlkampf mit erfreulich guten  Wahlergebnissen für die GRÜNEN auch im Kreis Steinburg

Die Mitorganisation der Protestmeile gegen Atomkraft vor dem Atomkraftwerk  Brokdorf

Die Auseinandersetzung mit dem Thema  Finanzausgleichsgesetz

das Thema Fracking in Zusammenarbeit mit dem Landtagsabgeordneten  Bernd Voß

Die Anmietung neuer Räumlichkeiten für den GRÜNEN Treff in der Reichenstraße 11 in  Itzehoe

Da im Jahre 2015 keine Wahlkämpfe stattfinden, beabsichtigt der Kreisverband durch eine Reihe von politischen Aktionen und Veranstaltungen sein Profil zu schärfen. Dabei wird die Flüchtlingspolitik und einer damit verbundenen Entwicklung einer Willkommenskultur eine ebenso wichtige Rolle spielen wie in Anknüpfung an den erfolgreichen Itzehoer Stadtspaziergang mit über 300 Teilnehmern am vergangenen Samstag ein Bündnis für Toleranz zu entwickeln.

Die brandaktuelle gerichtliche Feststellung über die Illegalität des Brunsbüttelers Atomzwischenlagers wird sicherlich weitere Grüne Aktivitäten nach sich ziehen.

Der Einsatz für attraktivere Bedingungen im Fahrradverkehr wird weitergeführt werden.

In dem seit ca. einem halben Jahr in der Itzehoer Reichenstr. 11 beheimateten Grünen Treff des Kreisverbandes (Öffnungszeiten: Dienstag - Donnerstag, 14.30 Uhr – 16.30 Uhr) wird zunächst nochmals beim Grünen Neujahrsempfang am 8.2.15, 11.00 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Darüber hinaus sind dort bereits zwei hochkarätige Veranstaltungen terminiert.

Am 26.2.15, 19.00 Uhr, wird der Verein Cradle to Cradle in einem  Vortrag über eine ganz neue Denkschule zum nachhaltigen Wirtschaften berichten. Cradle to Cradle  bedeutet  von der Wiege bis zur Wiege. Es geht dabei „um kontinuierliche Materialkreisläufe und positiv definierte Materialien, die für Mensch und Umwelt gesund sind. Diese Veranstaltung des Kreisverbandes Steinburg wurde als Teil der „Zukunftswerkstatt“ des Landesverbandes aufgenommen.

Am 13.3.15, 19.00 Uhr, wird die Grüne Bundestagsabgeordnete Luise Amtsberg zur Flüchtlingspolitik sprechen. Luise Amtsberg ist Mitglied des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.

Durch möglichst interessante Veranstaltungen sollen Interessenten an Grüne Politik herangeführt und möglicherweise als neue Mitglieder gewonnen werden.